Erschienen in Falstaff PROFI
Warum gelebte Kultur das wirksamste Instrument zur Personalgewinnung im Gastgewerbe ist
Ich bin wirklich glücklich und dankbar die Zusammenarbeit mit THE OMNIA in Zermatt in der ersten Schweizer Ausgabe des Falstaff PROFI Magazins vorgestellt wurde.
Da der vollständige Artikel in Falstaff PROFI nur mit einem Abonnement zugänglich ist, möchte ich hier einige der wichtigsten Erkenntnisse daraus teilen, insbesondere die Ideen, die mir am meisten am Herzen liegen.
Dass dieses Thema dort behandelt wird, bedeutet mir sehr viel. Denn im Mittelpunkt meiner Arbeit steht eine klare Überzeugung: Kultur ist kein weicher Faktor – sie ist ein Wettbewerbsvorteil. Wenn ein Unternehmen seine Kultur bewusst gestaltet, verbessert es nicht nur die Mitarbeitererfahrung. Es stärkt auch seine Attraktivität als Arbeitgeber und steigert letztendlich auch das Gästeerlebnis.
Zufriedene Mitarbeiter sind kein Zufall – sie sind eine strategische Entscheidung. Die Gleichung ist eigentlich ganz einfach: Zufriedene Mitarbeiter sorgen für zufriedene Gäste.
Und doch bleibt der Fachkräftemangel insbesondere für saisonale Unternehmen ausserhalb der Grossstädte eine der grössten Herausforderungen unserer Zeit. Genau hier kommt dem Employer Branding eine entscheidende Bedeutung zu – nicht als Trend, sondern als strategische Antwort auf eine sehr reale geschäftliche Herausforderung.
THE OMNIA als eindrucksvolles Beispiel für einen kulturellen Wandel. Meine Zusammenarbeit mit THE OMNIA in Zermatt ist ein anschauliches Beispiel dafür, was geschehen kann, wenn Unternehmen der Gastgewerbebranche beschließen, ihre Kultur aktiv mitzugestalten.
Ausgangspunkt war eine offensichtliche Herausforderung im Personalbereich. Das gemeinsame Ziel war ebenso klar:
– das Hotel als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und Mitarbeiter langfristig zu binden.
Das Ergebnis dieser Arbeit ging weit über die herkömmliche Personalbeschaffung hinaus. Es entwickelte sich zu einem Prozess, der – sowohl intern als auch extern – sichtbar machte, wofür das Hotel wirklich steht und wie diese Kultur im Alltag gelebt wird.
Wie ein starkes Arbeitgeberimage in der Praxis aussieht
Dieses Projekt hat einmal mehr gezeigt, dass Employer Branding nur dann funktioniert, wenn es nicht nur kommuniziert, sondern auch wirklich gelebt wird.
Dazu gehörten mehrere wichtige Elemente:
Netzwerke nutzen statt sich ausschliesslich auf traditionelle Jobportale zu verlassen
Der Fokus verlagerte sich stärker auf LinkedIn und authentische Mitarbeiterwerbung. Denn oft sind die glaubwürdigsten Botschafter eines Unternehmens die Menschen, die bereits dort arbeiten.
Eine gemeinsame Vision, die alle einbezieht
Durch abteilungsübergreifende Workshops wurden die Mitarbeiter in den Prozess eingebunden – vom Hauswirtschaftspersonal bis zur Geschäftsleitung. Dieses Maß an Einbindung sorgt für Einigkeit, Eigenverantwortung und emotionale Verbundenheit.
Kommunikation auf Augenhöhe
Ein regelmässiger, ehrlicher Dialog zwischen Führungskräften und Teams trug dazu bei, Vertrauen aufzubauen, Herausforderungen frühzeitig anzugehen und ein stärkeres Gefühl der gegenseitigen Unterstützung zu schaffen.
Echte Einblicke statt gestylter Perfektion
In den sozialen Medien lag der Fokus nicht nur auf schönen Kulissen oder sorgfältig ausgewählten Bildern, sondern auf echten Momenten des Teams hinter den Kulissen. Diese Authentizität ist es, die eine Arbeitgebermarke glaubwürdig macht.
Die wichtigste Frage: Wie fühlt es sich wirklich an, hier zu arbeiten?
Für mich beginnt Employer Branding niemals mit einem Social-Media-Beitrag und auch nicht allein mit einer Karriereseite. Es beginnt mit Fragen wie:
Wofür stehen wir eigentlich?
Ist unsere Ausrichtung für alle sichtbar und verständlich?
Ist jedem bewusst, wie wertvoll sein Beitrag ist?
Wie gehen wir miteinander um, besonders in stressigen Situationen?
Können sich die Menschen auf uns verlassen – und verstehen wir ihre Bedürfnisse über die eigentliche Arbeit hinaus?
Diese Fragen mögen einfach klingen. Aber sie sind von grosser Bedeutung. Denn sie führen dorthin, wo die Attraktivität eines Arbeitgebers wirklich entsteht:durch Klarheit, Verhalten, Vertrauen und gelebte Kultur.
Ich bin dankbar für diesen Beitrag, für die Gespräche und für das Vertrauen seitens dem Falstaff PROFI-Team!

